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Thesen

Hauptthese I: Die Verhältnisse stehen Kopf

  1. Die Wirtschaft ist nicht für den Menschen da, sondern der Mensch ist für „Die Wirtschaft“ da. Materielle Güterproduktion dient nicht in erster Linie der Bedürfnisbefriedigung, sondern dem „Geldverdienen“. Sogar die Landwirtschaft „produziert“ nicht mehr der Produkte wegen, um der Natur Nahrung abzugewinnen, sondern „marktgerecht“, um „Prämien“ zu kassieren. Jegliche Menschlichkeit, Umgang mit der Natur und anderen Geschöpfen ist dem Gelde, dem Profitdenken und dem Gedanken an Wirtschaftlichkeit untergeordnet. Menschen sind für „Die Wirtschaft“ „Kosten auf zwei Beinen“.
     
  2. „Die Wirtschaft“ (sprich: die von der Hochfinanz beherrschten multinationalen Konzerne) diktiert der Politik, was „notwendig“ ist. Die „gewählten“ (gekauften?) „Politiker“ - gleich welcher Farbe - verkaufen dem Volk, was „die Wirtschaft“ als notwendig erachtet. Die unglaubliche Konzentration wirtschaftlicher- und politischer Macht in den Händen weniger hat Marktwirtschaft und Demokratie zu leeren Worthülsen und scheinheiligen Phrasen verkommen lassen. Demokratie (=Volksherrschaft) ist nur noch die schöne Fassade der Plutokratie(=Geldherrschaft).
     
  3. Die „vom Volk demokratisch gewählten Politiker“ sind nicht die Diener ihres Volkes, sondern die Diener des Geldes. Schamlos wird das Volk von ihnen im Auftrag ihrer Herren ausgepreßt, verkohlt und verhöhnt. Denn Geld und Arbeit sind nicht knapp, sondern nur künstlich und vorsätzlich verknappt. In Wahrheit sind beide für alle Menschen reichlich vorhanden. Laut Bundesbank haben sich die privaten Geldvermögen von 1990 bis 2000 auf 3,6 Billionen Euro verdoppelt. Doch wo ist das viele Geld geblieben? Was soll das heuchlerische Wehklagen wegen „fehlendem Geld“? - „Politik und Wirtschaft“ sprechen mit ernster Miene von „Zeiten knapper Kassen“, kritisieren unser „überzogenes Anspruchsdenken“ und erklären uns mit erhobenem Zeigefinger „daß wir sparen müssen“, „daß der Staat sparen muß“ (natürlich nur bei den Sozialausgaben und nicht bei den selbstbewilligten Steuergeldern für die Parteien und den üppigen Politikerversorgungen) und das die „Kosten“ reduziert werden müssen, daß Arbeitsplätze abgebaut oder ins Ausland verlagert werden müssen, daß die Löhne, Gehälter und Renten gekürzt werden müssen und daß wir länger arbeiten müssen und daß die Steuern und Abgaben erhöht werden müssen und daß … und daß … der Staat „Staatseigentum“ (Volkseigentum?!) verkaufen muß: Post, Bahn, Autobahnen, … Immobilien, Wohnungen, Boden, Wasser, …, „um den Staatshaushalt zu sanieren“.
     
  4. Geldverdienen ohne Arbeit wird belohnt – Geldverdienen mit Arbeit wird bestraft. Der Werbeslogan der Postbank für Investmentfonds lautet z. B.: „Wer arbeitet, hat keine Zeit, Geld zu verdienen!“ – Nur ein Scherz? - Nach Bundesbankangaben stiegen im Zeitraum 1970-1993: die Nettolöhne pro Kopf auf 270 %, das Bruttoinlandsprodukt auf 420 % und die Bankzinserträge auf 1.000 %, wobei zu berücksichtigen ist, daß die, gemessen an der Wirtschaftsentwicklung, ohnehin schon zu niedrigen Pro-Kopf-Einkommen beim Ausgeben nochmals durch steigende Zinsanteile in allen Preisen von mindestens 30 % (Mieten, Immobilien, Sprit und Heizöl bis zu 80 %!) in ihrer realen Kaufkraft geschmälert werden. Es ist also Otto Normalverbraucher, der in der Woche 40 Stunden oder mehr arbeitet, weil er zum „Geld verdienen“ zu dumm oder zu ehrlich ist und dem deshalb vom „Staat“ die Hälfte vom Lohn abgezogen wird. Von der verbleibenden Hälfte wird ihm noch mal die Hälfte für die Miete abgenommen und an der Tankstelle muß er noch mal 80 % Steuern für den Sprit bezahlen. Vom übrigbleibenden Rest kann er dann seine eigentlichen Lebensbedürfnisse bestreiten. Während also die Realwirtschaft nur linear wächst, wachsen die Zinsen exponentiell. D. h. konkret: seit Bestehen der „BRD“ kam es etwa alle sechs Jahre zu einer Verdopplung der Zinslasten im Staatshaushalt. Die „Politiker“ finden es allerdings völlig normal und selbstverständlich, daß die Zins-„Ansprüche“ der Banken für den durch die Zinseszinsautomatik exponentiell ins Absurde wachsenden Schuldenturm absoluten Vorrang haben und immer pünktlichst bedient werden müssen. Dabei werden die Schulden schon längst nicht mehr getilgt und die Zinsen werden mit neuen Schulden „bezahlt“ (die Position „Neuverschuldung“ im Bundeshaushalt), weil die vom Volk dafür erpreßten Steuern und Abgaben nicht ausreichen. Das bedeutet den alsbaldigen völligen Verlust der politischen Handlungsfähigkeit des „Staates“ und die völlige Unterordnung des Allgemeininteresses unter die Privatinteressen der „Geldgeber“ (das Geld, das sie „geben“, haben sie sich über den Zins-Diebstahl ergaunert!). Eigentlich müßte eine Geld- und Rechtsreform diesem Treiben ein sofortiges Ende setzen, indem Geldhortung und erpresserischer (Zins-)Diebstahl nicht mehr mit Zinsen belohnt und per Gesetz legalisiert wird, sondern mit Gebühren bestraft wird. Dann würden sich die jetzigen Zinsausgaben des „Staates“ (des Volkes) in Steuereinnahmen aus der Umlaufsicherungsgebühr verkehren. Doch „unsere“ „Volksvertreter“ sind „standhaft“ in ihrer Weigerung zur Ursachenbekämpfung und entfalten statt dessen einen hektischen Aktionismus bei der (scheinbaren) Bekämpfung von Symptomen. Um vom Wesentlichen abzulenken, reden sie viel und wichtigtuerisch vom Unwesentlichen. Damit man sich die 1,5 Billionen = 1.500 Milliarden Euro Gesamtverschuldung der öffentlichen Haushalte (Bund, Länder und Gemeinden) vorstellen kann: Das ist ein Turm aus 500-Euro-Scheinen, der mit 300 km Höhe schon fast in den Weltraum reicht. Und während das arbeitende Volk unten 2 Scheine abgearbeitet hat, sind durch die Zinseszinsautomatik oben schon wieder 5 neue Scheine hinzugekommen. Was „die oben“ ohne Gegenleistung bekommen - „man läßt ja das Geld für sich arbeiten“(!?) – müssen „die unten“ von ihrem Einkommen abgeben und durch reelle Arbeit erwirtschaften. Die Folge: Armut durch Arbeit! In (stetig steigenden!) Verbraucherpreisen, Steuern, Abgaben und Gebühren raffiniert versteckt, fließt ein stetig anschwellender Geldstrom von “unten“ nach „oben“. Das ist moderne Sklaverei! Ein Drittel seiner Arbeitszeit – Tendenz steigend! – arbeitet heute jeder Deutsche in der „BRD“ für eine Handvoll Zinsschmarotzer. Täglich fließen auf diese Weise über eine Milliarde Euro von „arm“ nach „reich“. Bei allem was wir kaufen, zahlen wir mindestens 30 % versteckte Zinsen, bei Mieten, Benzin und Heizöl sogar bis zu 80 %. Zitat aus dem Buch „Wer in der Schuld ist, ist nicht frei“ von Günter Hannich: „Dabei ist nicht der Reichtum an sich das Problem, sofern er aus der Arbeit oder aus dem Können entsprungen ist, sondern, daß dieser Reichtum aus einem leistungslosen Zinseinkommen erworben wird. Es genügt, wenn sich jemand mal ein kleineres Vermögen erarbeitet oder ergaunert hat und schon wächst dieses Startkapital ganz von selbst auf wunderbare Weise durch Zins und Zinseszins. Fortan muß nie mehr Leistung gezeigt werden, und die Nachkommen machen auf diesem Niveau munter weiter, ohne je gearbeitet zu haben. Alles funktioniert nach dem Sprichwort: >>Die erste Million ist schwer - die zweite kommt von selbst.<< Oder auch: >>Durch Arbeit ist noch keiner reich geworden.<<“ „Während jedoch solche leistungslosen Gewinne allgemein in der Gesellschaft akzeptiert und mit der Bemerkung >>er hat es geschafft<< bewundert werden, wird Arbeit, die jemand leistet, ohne dafür Steuern zu zahlen, als >>Schwarzarbeit<< diffamiert. Dabei stellt sich die Frage, wer eigentlich der Gesellschaft mehr schadet: Derjenige, der den Staat, die Unternehmen und die Bevölkerung mit Zinslasten belastet, oder derjenige, der gute Arbeit erbringt und nur die hohe Steuerlast nicht tragen kann oder will? Richtigerweise stellt hier Friedrich Schneider, Professor für Volkswirtschaft an der Universität Linz klar, daß die Schwarzarbeit der Wirtschaft überhaupt nicht schade, da mehr als zwei Drittel des dort erwirtschafteten Geldes von 328 Milliarden Euro im Jahr sofort wieder ausgegeben werden und zwar besonders für langlebige Güter. Das stimuliere die Wirtschaft in beträchtlichem Maße, was die stärkste Stütze für die Konjunktur sei. Bevor man also jemandem, der nach Feierabend einem Nachbarn noch eine Dienstleistung erbringt, als >>Schwarzarbeiter<< diffamiert, sollte vorher derjenige gebrandmarkt werden, der sein >>Geld arbeiten läßt<<. Zusätzliche Arbeitstätigkeit schadet der Gesellschaft nicht, wohl aber leistungsloses Einkommen zulasten derer, die arbeiten. Der Staat befindet sich auch nicht deswegen in der Finanzmisere, weil einige für ihre Leistungen keine Steuern zahlen, sondern deshalb, weil die Zinslasten für die ausufernde Verschuldung unbezahlbar werden.“ Zum Thema „Schwarzarbeit“ wäre noch anzumerken, daß wir es hier mit einer Heuchelei sondergleichen zu tun haben. Scheinheilig entrüsten sich „Politik und Wirtschaft“ über die sog. Schwarzarbeit, tun so, als ob diese Schuld daran sei, das der Staat kein Geld hat und wollen „mit aller Härte durchgreifen“. Fast im gleichen Atemzug ermahnen und nötigen sie die Bürger länger zu arbeiten für weniger Geld oder unbezahlte Überstunden zu leisten. Das ist nach deren eigener Definition von Schwarzarbeit nichts anderes als Schwarzarbeit, weil für verlängerte Arbeitszeit ohne Lohnausgleich selbstverständlich auch keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden. Und das läßt sich noch nicht einmal als Nachbarschaftshilfe darstellen!
     
  5. Hauptübel ist ein struktureller Fehler im Geldsystem. Der Fehler des Geldes ist, daß es außer seiner Funktion als Tauschmittel gleichzeitig auch noch Wertaufbewahrungsmittel und Schatzmittel ist, weil es nicht verdirbt oder Lagerkosten verursacht. Damit hat der Geldbesitzer gegenüber dem Warenbesitzer einen enormen Vorteil. Der Warenbesitzer muß verkaufen, weil seine Waren verderben, rosten, Lagerkosten verursachen, etc., Der Geldbesitzer kann warten, sein Geld verfault nicht und rostet nicht. Im Gegenteil, durch den Zinseszinseffekt „vermehrt es sich von allein“, Geld heckt Geld. Deshalb stellt er das Geld dem Markt nur dann wieder zur Verfügung, wenn ihm ein genügend hoher Tribut (Zins) dafür gezahlt wird. Dieser Fehler verursacht die Zinswirtschaft mit ihrem verheerenden Wachstums- und Verschuldungszwang, denn das gehortete Geld kommt nur als Schuldgeld über Kredite und Zinsen wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück. Dieser Fehler des Geldes macht Geldhortung lukrativ und zieht das Geld als „das Blut der Wirtschaft“ aus dem Wirtschaftskreislauf heraus, wo es dem lebenswichtigen Austausch von Gütern und Dienstleistungen dann nicht mehr zur Verfügung steht. Das führt zu der paradoxen Situation: Wo das Geld gebraucht wird, ist es nicht, und wo es ist, wird es nicht gebraucht. Da, wo der Bedarf ist, fehlt das Geld, fehlt die Kaufkraft, so daß es scheint, als sei eine „Überproduktion“ da. Und dort, wo der Bedarf schon tausendmal gedeckt ist, ergießt sich das Geld als gigantischer Strom in die Tresore der Zinsschmarotzer.
     
  6. „„Die Politik“ will an diesem Grundübel nichts ändern, weil der überschuldete Staat zur Hure der Zinsschmarotzer verkommen ist und die ausführenden Polit-Marionetten den „Staat“ für sich und ihre Auftraggeber zum Selbstbedienungsladen gemacht haben. – „Der Staat als Beute“ – wie es der bekannte Staatsrechtler Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim treffend formuliert hat, ergeht sich in Inszenierungen und symbolischer Politik. Das „So-Tun-als-ob-Prinzip“ feiert Triumphe. Zitat aus dem Buch „Der Marionettenstaat – So durchschauen Sie die Methoden der Drahtzieher“ von Günter Hannich: „Warum ändert sich nichts, obwohl die Mißstände immer deutlicher werden? Wer diese Frage untersucht, entdeckt immer wieder das Prinzip >>Teile und herrsche<<. Solange die Menschen nicht erkennen, wie sie gegeneinander ausgespielt werden, solange wird sich an den Zuständen auch nichts ändern. Da werden beispielsweise ganz klassisch Unternehmer gegen Arbeitnehmer ausgespielt, die Jungen gegen die Alten gehetzt und am wichtigsten: die Familien durch einen inszenierten Geschlechterkampf Frau gegen Mann zerstört. Daneben wird eine Art Polizei- und Überwachungsstaat aufgebaut. Grundrechte und Freiheiten werden schleichend eingeschränkt, und ein fast lückenloser Überwachungsstaat wird vorbereitet. Nur wer diese Mechanismen durchschaut und die richtigen Konsequenzen daraus zieht, kann seine Sicherheit und Freiheit auch in Zukunft sicherstellen. … Wie treibt man die Menschen zur Mehrarbeit an …? … Es treffen sich die reichsten und mächtigsten Personen, um zu beraten, wie man das einfache Volk besser kontrollieren und ausbeuten kann. Der mächtigste Teilnehmer eröffnet die Runde: >>Meine Damen und Herren, es geht heute um ein neues Programm mit dem Ziel, die Arbeitsleistung der Masse zu unseren Gunsten zu steigern und gleichzeitig Widerstand zu minimieren. Der Grundsatz wird sein: Wenn man Hamster motivieren möchte, dürfen sie nicht merken, daß sie im Hamsterrad laufen. Deshalb muß man sie daran hindern, über ihr Dasein näher nachzudenken. Dazu dienen alle Arten von Unterhaltung und Konsum. Doch das Wichtigste: Wir werden das einfache Volk in viele untereinander verfeindete Gruppen zerteilen. Die große Masse wird aus unseren Arbeitstieren bestehen. Diese werden für einen geringen Lohn in unseren Unternehmen produktiv arbeiten. Der Lohn wird gerade so hoch sein, daß er für die Existenz reicht, jedoch keinesfalls dazu Ersparnisse anzusammeln, um damit Freiheit zu erlangen. Damit den Hamstern das Geld auch wirklich nie reicht und sie nicht im Traum daran denken, das Hamsterrad zu verlassen, werden wir ihnen einreden, daß man nur leben könne, wenn man allen möglichen teuren Modeschnickschnack habe. Da ihr Einkommen für so etwas jedoch nicht reicht, werden wir sie animieren, sich zu verschulden, und sie dadurch zwingen, noch schneller im Hamsterrad zu laufen. Auch werden wir immer einen Teil der Mittellosen arbeitslos lassen. Dann müssen die Arbeitenden ständig Angst haben, ihren Job zu verlieren und zu den Arbeitslosen abzurutschen. Lohnforderungen werden allein dadurch unterdrückt. Wenn wir das noch weltweit praktizieren und alle möglichen Arbeiter aus den unterschiedlichsten Ländern gegeneinander ausspielen, können auch Arbeitergruppierungen wie Gewerkschaften nichts mehr ausrichten. Daneben treiben wir durch eine solche Spaltung einen Keil in die Masse. Die eine arbeitslose Gruppe wird die andere arbeitende argwöhnisch und mit Haß und Neid betrachten. Während sich die beiden Gruppen streiten, wird niemand mehr sehen, daß wir die eigentlichen Gewinner im Hintergrund sind. Eine andere, kleinere Gruppe wird die Aufgabe haben, die Masse lückenlos zu überwachen, zu schikanieren, zu bedrohen und sofort niederzumachen, sobald einige der Arbeitstiere versuchen, sich an unseren Vermögen zu vergreifen oder Stimmung gegen uns zu machen. Außerdem werden wir die Gruppe der Arbeitstiere wegen ihrer bedrohlichen Größe noch weiter aufspalten, um eine Solidarität unter ihnen zu untergraben. Wir teilen sie in die Stammbelegschaft, die Leiharbeiter und die Arbeitslosen. Wir sorgen durch deutlich unterschiedliche Behandlung und Lebensbedingungen für Neid und gegenseitige Abneigung unter ihnen.<< >>Oh ja, das klingt gut!<<, sagte einer in der Gruppe. >>Wie machen wir das?<< >>Wir bauen uns einen schlagkräftigen Staatsapparat, der die Masse durch immer mehr Steuern und undurchschaubare Vorschriften in Atem hält. Unsere weitere Gruppe der Habenichtse wird also aus Beamten, Richtern, Polizisten, Gefängniswärtern, Geheimdienstlern, Schnüfflern aller Art, Bodyguards, Spezialeinheiten und aus sonstigen Ordnungskräften bestehen. Natürlich werden wir die Gruppe der Bewacher etwas besser bezahlen als die Gruppe der Arbeitstiere. Auch können wir ihnen etwas sicherere Arbeitsplätze geben – das schafft die nötige Distanz und Abneigung zwischen den beiden. Die Bewacher werden sich ganz sicher davor hüten, ihre Besserstellung durch unpäßliches Verhalten zu gefährden.<< >>Und was, wenn sich trotzdem Widerstand regt?<< >>Wir schaffen immer mehr Gesetze und Vorschriften, so viele, daß sie niemand mehr kennen oder einhalten kann. Dann ist jeder zu jeder Zeit kriminell und kann von uns belangt werden. Die Angst wird die meisten von jedem Widerstand abhalten und sie im Hamsterrad laufen lassen. Zusätzlich schaffen wir einen Überwachungsstaat mit ausgefeilter Technik, in dem jeder zu jeder Zeit lückenlos kontrolliert wird.<< >>Aber was machen wir, wenn sich die Masse in das eigene Heim zurückzieht und in der Familie Rückhalt und Stärkung sucht?<<, fragt ein Teilnehmer beängstigt. >>Das ist ein ganz zentraler Punkt. Wir müssen einen Keil zwischen Mann und Frau treiben. Wir erzählen den Frauen, daß die Männer ihre Gegner seien und sie seit Urzeiten unterdrückten. Nur indem sie die harte Männerarbeit verrichten, so sagen wir ihnen, können sie Anerkennung finden und Karriere machen. Damit haben wir wieder neue Hamster, die sogar freiwillig im Rad laufen und den anderen Konkurrenz machen. Durch diese scheinbare Unabhängigkeit trennen wir die Frauen von ihren natürlichen Beschützern, den Männern. Daneben sorgen wir dafür, daß es immer einen Frauenmangel gibt. Dann sind die Männer dazu gezwungen, härter zu arbeiten, um überhaupt bei den Frauen Interesse zu wecken. Gleichzeitig wird dadurch jeder Widerstand gegen diesen Zustand im Keim erstickt – wer will schon als scheinbarer >>Frauenfeind<< dastehen? Ein übriges tun eine immer größere Privilegierung der Frauen und ein neues Scheidungsrecht, das den Mann einseitig zu hohen Unterhaltszahlungen und damit Mehrarbeit zwingt.<< >>Hervorragend!<<, konstatierten gleich mehrere der Anwesenden hellauf begeistert. >>Ja, aber ein solcher Sicherheitsapparat, einschließlich der Politiker, das wird uns doch eine Stange Geld kosten – ist es nicht viel zu teuer?<<, meldete einer Bedenken an. >>Nein, es kostet uns fast nichts<<, sagte der Vorsitzende. >>Wie soll das denn gehen?<<, fragten einige ganz erstaunt. >>Ganz einfach. Wir lassen die Arbeitstiere selbst ihre Bewacher und die Politiker finanzieren – und zwar durch hohe Steuern und Abgaben. Dann müssen sie auch immer mehr arbeiten und haben gar keine Zeit mehr nachzudenken.<< >>Genial!<<, riefen alle entzückt. >>Danke, meine Damen und Herren. Ich wußte, daß ich Ihre Zustimmung zu diesem Plan bekommen werde.<< …“

Zitate:

„Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, und es ist mir gleichgültig, wer die Gesetze macht.“
(Bankier Amschel Mayer Rothschild 1743-1812)

„Wir haben den Staat mit der Pflege der Schule, der Religion, des Medizinalwesens, des Heerwesens, des Handels, der Kunst und Wissenschaft betraut und alles hat er den verbrecherischen Privatinteressen der herrschenden Klasse angepaßt, verdreht und verbogen.“
(Silvio Gesell: „Der Abbau des Staates“, 1919)

Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.“
(Bertold Brecht)

„Was ist für ein Unterschied, durch Einbruch in Besitz fremden Gutes zu kommen auf heimliche Weise und durch Mord als Wegelagerer, indem man sich selbst zum Herrn des Besitzes jenes Menschen macht, oder ob man durch Zwang, der in den Zinsen liegt, das in Besitz nimmt, was einem nicht gehört?“
(Gregor von Nyssa, bedeutender Theologe, griechischer Bischof, 334-394 n. Chr.)

„Wer Zins nimmt, wird mit dem Königsbann belegt, wer wiederholt Zins nimmt, wird aus der Kirche ausgestoßen und soll vom Grafen gefangen gesetzt werden.“
(Kaiser Lothar, 825, nach einem Gesetz von Karl dem Großen, 789)

„Jede Gesetzgebung, die den Zins erlaubt, ist null und nichtig.“
(Papst Alexander II., 1159-1181)

„Wer Zins nimmt, lebt auf Kosten der Arbeit anderer, ohne ihnen für diese Arbeit irgendeine Gegenleistung zu geben. Durch den Zins wird der Gleichwertgrundsatz in schwerster Weise verletzt. Christentum und Zins sind unvereinbar.“
(Johannes Ude, Dekan der Kath.-theol. Fakultät Graz, 1874-1965

 

„Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh“
(Henry Ford, 1863-1947)

Henry Ford, 1863-1947

„Je größer die Verschuldung des Volkes, um so größer ist der Profit der Geldverleiher“
(Vincent C. Vickers, Gouverneur der Bank von England 1919)

„Der Zins ist ein in der Wolle gefärbter Dieb und Mörder“
(Martin Luther)

„Die Sünde, die Usura (Zinsnehmen, Wucher) heißt …, beruht darin, daß jemand aus dem Darlehen selbst für sich mehr zurückverlangt, als der andere von ihm empfangen hat … Mit nachdrücklichen Worten zeigt Eueren Gemeinden, daß das Schandmal und Laster des Darlehenszinsnehmens von den Hl. Schriften gebrandmarkt wird und daß es sich in verschiedene Formen und Gestalten hüllt, um die durch Christi Blut zur Freiheit und Gnade zurückgeführten Gläubigen wieder jählings ins Verderben zu stürzen.“
(Papst Benedikt XIV., Enzyklika gegen die Wuchersünde des Zinses vom 1.11.1745)

„Der Zins hat die ganze Gesellschaft vergiftet, die soziale Moral zerstört. An dieser Sünde muß unsere Gesellschaft zugrunde gehen. Der Zins ist der Angelpunkt der sozialen Frage.“
(Karl von Vogelsang, 1884)

„Elimination (Ausmerzung) des Zinswesens aus dem Wirtschaftssystem der Völker ist daher die Voraussetzung für eine haltbare, nicht auf völlige Desorganisation hinsteuernde Wirtschaftstätigkeit.“
(Prof. Dr. Ernst Abbe, Ende 19. Jhd.)

„Wir zweifeln nicht daran, daß eine Zeit kommen wird, in der sich eine christliche Bewegung gegen den Zins erhebt.“
(Friedrich Naumann, Soz. Programm der evang. Kirche 1890)

„ … Das Geld wurde für den Warenaustausch geschaffen, nicht aber damit Zinsen erpreßt werden können ... “
(Silvio Gesell: „Geld- und Bodenreform“, 1904)

„ … von dem Augenblick an, wo der Sparer sein Geld einfach ohne Schaden seinem Geldschrank anvertrauen kann – fehlt auch der Druck, der den Darlehensgeber für zinsfreie Darlehen mürbe macht.“
(aus Silvio Gesell: „Die Wunderinsel Barataria“, 1922)

„Das Geld ist für den Tausch entstanden, der Zins aber weist ihm die Bestimmung an, sich durch sich selbst zu vermehren. Daher widerstreitet auch diese Erwerbsweise unter allen am weitesten dem Naturrecht.“
(Aristoteles)

 „Es ist wichtiger, eine Stunde im Monat über Geld nachzudenken, als 30 Tage dafür zu arbeiten.“

„Verschüttet unter einem Berg von Gesetzen und Verboten, festgezurrt in unsichtbaren wirtschaftlichen Abhängigkeiten, in einem Arbeitsleben, das in weiten Teilen der Welt das eines Arbeitstiers ist, fast erstickend in einem Sumpf von billigem Tand und Lastern, so lebt heute ein Großteil Mensch dieser Erde.“
(Silvio Gesell)

Weiterführende Literatur:

Günter Hannich:
„Der Marionettenstaat – So durchschauen Sie die Methoden der Drahtzieher“
„Wer in der Schuld ist, ist nicht frei“
„Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise – Der Weg in den 3. Weltkrieg“
„Geldcrash – So retten Sie Ihr Vermögen“
„Deflation – die verheimlichte Gefahr. So sichern Sie sich ab und nutzen Chancen“

Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim:
„Der Staat als Beute“
„Staat ohne Diener“
„Fetter Bauch regiert nicht gern. Die politische Klasse – selbstbezogen und abgehoben“
„Diener vieler Herren. Die Doppel- und Dreifachversorgung von Politikern”
„Demokratie ohne Volk“
„Vom schönen Schein der Demokratie. Politik ohne Verantwortung – am Volk vorbei“
„Politik macht Geld. Das Schwarzgeld der Politiker – weißgewaschen“
„Das System. Die Machenschaften der Macht“
„Das Europa-Komplott. Wie EU-Funktionäre unsere Demokratie verscherbeln“

Hans Weiß / Ernst Schmiederer:
„Asoziale Marktwirtschaft. Insider aus Politik und Wirtschaft enthüllen, wie die Konzerne den Staat ausplündern“

Bernd Senf:
„Der Tanz um den Gewinn“
„Die blinden Flecken der Ökonomie“

Günther Moewes: „Geld oder Leben“

Dr. Bruno Hollnagel: „Die Wahrheit über den Euro“

Ferdinand Lips: „Die Gold-Verschwörung. Ein Blick hinter die Kulissen der Macht von einem Privatbankier aus der Schweiz“

Frank Hills: „Die Liquidierung Deutschlands“

Martin / Schumann: „Die Globalisierungsfalle. Der Angriff auf Demokratie und Wohlstand“

Vladimir Svitak: „Strukturen des Aufbruchs. Von der Konkurrenzgesellschaft zur Solidargemeinschaft“

Sepp Holzer: „Der Agrar-Rebell“

Fritz Reheis: „Entschleunigung. Abschied vom Turbokapitalismus“

Klaus Müller: „Frieden durch Gerechtigkeit“

Mansur Khan: 

„Die geheime Geschichte der amerikanischen Kriege. Verschwörung und Krieg in der US-Außenpolitik“

Daniela Dahn: „Demokratischer Abbruch“
 

Hauptthese II: Die Verhältnisse müssen vom Kopf auf die Füße gestellt werden, wenn wir, das Volk, wieder eine lebenswerte Perspektive haben wollen

  1. Im bestehenden System ist die Perspektive entweder ökologischer Kollaps (Wachstum) oder sozialer Kollaps (kein Wachstum) – wir haben also sozusagen die Wahl zwischen Pest oder Cholera.
  2. Das „notwendige“ Wirtschaftswachstum „auf Teufel komm raus“, um die exponentiell wachsenden Ansprüche der Zins-Geldheckmaschine zu erfüllen, führt unweigerlich zum nächsten Krieg, der gesättigte Märkte wieder zurück in ungesättigte Märkte verwandelt und damit den Zins wieder hochtreibt. „Reinigungskrise“ und „Beseitigung von Überinvestitionen“ heißt diese vorsätzliche, verbrecherische Kapitalvernichtung in der Orwellsprache der Mächtigen. Die zinsbedingten ungerechten Wirtschafts- und Verteilungsstrukturen, gepaart mit der wirtschaftlichen und politischen Ohnmacht der Benachteiligten, verursachen soziale Spannungen und sind die Brutstätte für Terrorismus und Neonazismus.
  3. Deshalb hat die Wirtschaft wieder für den Menschen da zu sein – zur Gestaltung eines sinnvollen Lebens in einer natürlichen Wirtschaftsordnung ohne selbstmörderischen Wachstums- und Verschuldungszwang; Marktwirtschaft statt Kapitalwirtschaft.
  4. Aus „Geld regiert die Welt“ muß endlich werden: „Welt regiert das Geld“. Das Geld hat wieder für den Menschen dazusein – um den fairen Austausch von Gütern und Dienstleistungen zu ermöglichen – zu sonst nichts.
  5. Deshalb haben Staat und Politik wieder für die Mehrheit der Menschen da zu sein, so wie es in Artikel 1 der Verfassung steht: „Die Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ – Das Fremdwort hierfür heißt Demokratie (die deutsche Übersetzung lautet: „Herrschaft des Volkes“).
  6. Die Natur ist wieder ehrfürchtig als unsere Lebensgrundlage zu betrachten und zu behandeln und nicht als hemmungslos ausbeutbarer Rohstofflieferant zum Zwecke der Profitmaximierung und des Schuldendienstes. Die gegenwärtige Praxis schreit zum Himmel: Erst werden durch „Subventionen“ (aus den von uns erpreßten Steuern!!) vorzugsweise für die „Agrarindustrie“ mit Kunstdünger, giftigen Pestiziden und Massentierhaltung!) „Obst- und Gemüseschwemmen“, „Butterberge“, „Milchseen“ und „Fleischhalden“ künstlich erzeugt um dann mit weiteren “Subventionen” wieder vernichtet zu werden. Millionen von Tieren, Mitgeschöpfen des Menschen, werden zur „Preisstabilisierung“ oder unter fadenscheinigen Vorwänden, wie „Vogelgrippe“, „BSE“ und MKS abgeschlachtet und z. T. wie Müll verbrannt.
     

Hauptthese III: Nur wir selbst können die Verhältnisse wieder vom Kopf auf die Füße stellen

  1. Wer nichts tut, dem wird von anderen getan
  2. Wenn wir es nicht tun, bleiben wir hilf- und schutzlose Schachfiguren auf dem globalen Schachbrett, die – einer nach dem anderen – mit raffinierten und z. T. schwer durchschaubaren Zügen geschlagen werden.
  3. Wenn wir es nicht selbst tun, tut es keiner für uns; „unsere demokratisch gewählten Politiker“ tun es ganz bestimmt nicht.
  4. „Wir selbst“ – das sind nicht „die anderen“, sondern ich und du und ….
  5. Abwarten ist keine Tätigkeit.
  6. Der richtige Zeitpunkt, damit zu beginnen ist: Jetzt
  7. Wir lassen uns nicht länger einschüchtern - Wir sind das Volk.
  8. Wir nehmen die Verfassung beim Wort: Die Staatsgewalt geht vom Volke aus.

Zitat:

„Ihr werdet schon sehen, was aus einer Demokratie wird, wenn die Majorität, wie es bei uns der Fall ist, sich von Phrasenhelden in Staatsangelegenheiten leiten läßt. Die Demokratie ist kein billiger Bazarartikel, sie kann nur dann ein Staatswesen zur Blüte bringen, wenn sich das ganze Volk der Mühe unterzieht, die Staatsangelegenheiten gründlich zu studieren. Und diese Arbeit wollen sich die Baratonen sparen; sie sitzen lieber im Wirtshaus und ziehen lieber die alkoholische Lösung jeder gründlichen Analyse vor. …

So ihr nicht nach eigenem Urteil handelt und euch auf Vertrauensmänner verlaßt, verliert ihr das Heft aus der Hand und verfallt dem aristokratischen Regiment. Trefft keine staatlichen Einrichtungen, die euren geistigen Horizont übersteigen. Euer Staat sei das geistige Spiegelbild der Majorität. Alles müßt ihr durchschauen können, nichts darf euch zu hoch sein. Und schmückt euch nicht mit fremden Federn. Ist das geistige Fassungsvermögen der Majorität nicht größer als das der Hottentotten, so begnügt euch mit einem Hottenottenstaat.“
(aus Silvio Gesell: „Die Wunderinsel Barataria“, 1922)

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